Wir stellen auf dieser Webpräsenz ein System für geschlechtsneutrales Deutsch vor: das Inklusivum. Ähnlich wie Genderstern und Co. ermöglicht es, geschlechtergerecht über Personengruppen oder einzelne Personen zu sprechen, ist aber deutlich prägnanter sowie leichter aussprechbar.
Damit das System in die deutsche Grammatik passt, mussten wir Formen für viele sprachliche Kontexte entwickeln. Für Menschen ohne überdurchschnittliche Grammatik-Kenntnisse kann dies allerdings kompliziert und abschreckend wirken.
Auf dieser Seite geben wir daher einen einfach verständlichen Überblick über die wichtigsten Formen des Inklusivums. Wir empfehlen, es einfach mal auszuprobieren und sich anfangs keinen großen Kopf um die „richtige“ Form zu machen. Es geht uns in erster Linie darum, im Deutschen mehr Möglichkeiten für Geschlechtsneutralität zu schaffen – nicht darum, die Details unseres Vorschlags durchzusetzen.
Wenn Du unsere Empfehlungen dazu besser verstehen möchtest, kannst Du unsere Kurzübersicht oder unsere detaillierte Beschreibung des Inklusivums lesen, den Inklusivomat zurate ziehen oder unser Team kontaktieren.
Die wichtigsten Formen
Wenn es um eine einzelne Person geht, empfehlen wir es, ein -e am Ende des Personenwortes hinzuzufügen. Statt die oder der wird de verwendet:
| weiblich | männlich | geschlechtsneutral |
| die Schülerin | der Schüler | de Schülere |
| die Patientin | der Patient | de Patiente |
| die Autorin | der Autor | de Autore |
Bei einer unbestimmten Person wird ein verwendet: „Dort wohnt ein Professore von meiner Uni.“ Ähnlich wird auch mein, dein, ihr usw. verwendet: „Wer war dein Mathelehrere?”
Wenn es um mehrere Personen geht, empfehlen wir -rne am Ende des Personenwortes:
| weiblich | männlich | geschlechtsneutral |
| die Schülerinnen | die Schüler | die Schülerne |
| die Patientinnen | die Patienten | die Patienterne |
| die Autorinnen | die Autoren | die Autorne |
Als geschlechtsneutrales Pronomen bieten wir en an, wobei natürlich jede Person selbst ihr Pronomen wählen kann:
- En ist mein Freunde.
- Ich habe en lange nicht mehr gesehen.
Die Alternative zu sein und ihr lautet ens:
- De Arzte hat ens Labor verlassen.
- De Autore wird ens Buch bald veröffentlichen.
Das Inklusivum verwendet die Endung -ey in Fällen, in denen die männliche Endung ‑er lautet und die weibliche ‑e:
| weiblich | männlich | geschlechtsneutral |
| diese Juristin | dieser Jurist | diesey Juriste |
| Liebe Anna | Lieber Thomas | Liebey Kim |
| als Jugendliche | als Jugendlicher | als Jugendlichey |
In einigen Fällen werden die Formen gebeugt, z. B. wird jedem/jeder Schüler/-in zu jederm Schülere. Mehr dazu erfährst Du in der Kurzübersicht oder hier.
