Vergleich aller Vorschläge für geschlechtsneutrale Artikel

Auf dieser Seite sind alle mir bekannten Vorschläge für geschlechtsneutrale Artikel aufgelistet. Um anderen Leuten zu helfen, sich bei dieser großen Anzahl an Vorschlägen ein Urteil dazu zu bilden, welche Vorschläge in der Praxis am besten funktionieren könnten, vergleiche ich diese Vorschläge hier auf der Grundlage von klar definierten Kriterien.

Als erstes definiere ich also diese Kriterien:

  1. Die geschlechtsneutralen Formen sollen leicht aussprechbar sein und klanglich gut zu dem gewöhnlichem Klang der deutschen Sprache passen. Insbesondere bedeutet das, dass Lautkombinationen, die auf Deutsch normalerweise nur in Fremdwörtern vorkommen, vermieden werden sollten. Außerdem sollte es vermieden werden, dass in einer unbetonten Silbe ein Vokallaut vorkommt, der normalerweise nur in betonten Silben verwendet wird.
  2. Das Gesamtsystem der geschlechtsneutralen Artikel soll leicht erlernbar sein. Zu diesem Zwecke sollte sich die Deklination in den verschiedenen grammatikalischen Fällen an existierenden Deklinationsmustern orientieren.
  3. Das System sollte auch auf weitere Artikelwörter wie diese(r/s), jede(r/s), mein(e) und unser(e) übertragbar sein. Dabei ist es wünschenswert, dass bei der Übertragung des Systems auf diese zusätzlichen Artikelwörter keine zusätzlichen Schwierigkeiten bezüglich leichter Erlernbarkeit und leichter Aussprache entstehen.
  4. Sowohl beim bestimmten als auch beim unbestimmten Artikel sollte sich die geschlechtsneutrale Form in jedem grammatikalischen Fall von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheiden (die Unterscheidung vom Neutrum ist wichtig, um den Eindruck zu vermeiden, dass eine Person als Sache dargestellt wird). Idealerweise sollte auch in der gesprochenen Form der Unterschied zu diesen Formen klar hörbar sein.
  5. Um die Neutralität des Systems zu gewährleisten, sollten es nicht zu sehr nur am Maskulinum oder nur am Femininum orientiert sein.
  6. Je mehr verschiedene grammatikalische Fälle voneinander unterscheidbar sind, umso besser. Denn wenn grammatikalische Fälle nicht unterschieden werden, kann das zu Missverständnissen führen. Wenn wie im Femininum und Neutrum die Unterscheidung zwischen Nominativ und Akkusativ oder wie im Femininum die Unterscheidung zwischen Genitiv und Dativ nicht getroffen wird, ist das nicht so schlimm, wie wenn eine bisher in allen Genera getroffene Unterscheidung aufgegeben wird.

Kein Vorschlag kann alle sechs Kriterien perfekt erfüllen, so dass es darum geht, möglichst viele dieser Kriterien möglichst gut zu erfüllen. Wie sehr man die verschiedenen Kriterien dabei gewichtet, ist natürlich Auslegungssache. Ich persönlich finde die ersten vier Kriterien alle sehr wichtig, das fünfte und sechste Kriterium hingegen etwas unwichtiger (aber trotzdem durchaus noch relevant).

Bei jedem System erläutere ich, wie gut oder schlecht jedes Kriterium von dem System erfüllt wird. Außerdem gebe ich für jedes System eine Gesamtnote an, die auf den sechs Kriterien basiert. Für die Gesamtnote benutze ich das in deutschen Schulen übliche System von 1 bis 6, wobei 1 die Bestnote ist und eine 4 für „gerade noch akzeptabel“ steht.

Ich gehe davon aus, dass nur wenige Leute die Muße haben werden, sich alle Erläuterungen auf dieser Seite durchzulesen. Daher hier eine Empfehlung dazu, wie man vorgehen kann, wenn man sich einen Überblick verschaffen will ohne alles durchzulesen: Am besten schaut man sich erst einmal nur die Tabellen für die einzelnen Systeme und die darunter stehenden Gesamtnoten an. Wenn man das Gefühl hat, bei einem der Systeme nicht nachvollziehen zu können, wie ich von den oben genannten Kriterien auf die angegebene Gesamtnote gekommen bin, kann man die detaillierten Erläuterungen dazu lesen, wie gut bzw. wie schlecht das System die verschiedenen Kriterien erfüllt, und diese Erläuterungen mit den entsprechenden Erläuterungen bei einigen anderen Systemen vergleichen.

dier/dies/diem/dien-System 1

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?dier Eltereinir Elter
Wessen?dies Elterseinis Elters
Wem?diem Eltereinim Elter
Wen?dien Eltereinin Elter

Gesamtnote: 4

Erläuterung: Das i in der zweiten Silbe des unbestimmten Artikel soll immer geschlossen (also wie ein langes i) ausgesprochen werden, denn mit einem offenen (kurzen) i wäre der geschlechtsneutrale unbestimmte Artikel kaum vom maskulinen Artikel bzw. vom maskulinen Pronomen einer/eines/einem/einer unterscheidbar.

Kriterium 1: Ein geschlossenes i kommt außerhalb von Fremdwörtern normalerweise nicht in unbetonten Silben vor, so dass der geschlossene i-Lautes in der zweiten Silbe des unbestimmten Artikels ein Problem ist. Dadurch ist dieses Kriterium insgesamt nur mittelmäßig erfüllt.

Kriterium 2: Das System ist ziemlich leicht erlernbar, da man nur lernen muss, dass man das e im Maskulinum durch eine ie bzw. i ersetzen muss, und dass bei der im Maskulinum endungslosen Nominativform des unbestimmten Artikels die Endung -ir verwendet wird. Dieses Kriterium ist also relativ gut bis perfekt erfüllt.

Kriterium 3: Das System lässt sich sehr leicht auf Wörter wie jedir und meinir übertragen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 4: In der Schriftform sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Bei der Aussprache sind aber insbesondere die Formen einis und einim nicht so gut von den maskulinen Formen eines und einem unterscheidbar. Außerdem ist die Form dier im normalen Sprachfluss nur schwer von der femininen Form die unterscheidbar. Dieses Kriterium ist also nur mittelmäßig erfüllt.

Kriterium 5: Das System ähnelt viel stärker dem Maskulinum als dem Femininum, so dass dieses Kriterium nur sehr schlecht erfüllt ist.

Kriterium 6: Alle grammatikalischen Fälle werde voneinander unterschieden, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt wird.

dier/dies/diem/dien-System 2

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?dier Eltereina Elter
Wessen?dies Elterseinas Elters
Wem?diem Eltereinam Elter
Wen?dien Eltereinan Elter

Gesamtnote: 3

Kriterium 1: Alle Formen lassen sich leicht aussprechen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 2: Das System ist relativ leicht erlernbar, da es sich stark am Maskulinum orientiert. Allerdings muss gesondert gelernt werden, dass beim bestimmten und unbestimmten Artikel verschiedene Vokale verwendet werden. Dieses Kriterium insgesamt relativ gut erfüllt.

Kriterium 3: Das System lässt sich sehr leicht auf Wörter wie jeda, diesa und meina übertragen. Die Nominativ-Formen jeda und diesa sind allerdings in der Aussprache der meisten Leute kaum oder gar nicht von den maskulinen Formen jeder und dieser unterscheidbar. Insgesamt ist dieses Kriterium mittelmäßig erfüllt.

Kriterium 4: In der Schriftform sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. In der gesprochenen Form sind einas und einam allerdings nicht so gut von den maskulinen Formen eines und einem unterscheidbar, und die Form dier ist im normalen Sprachfluss nur schwer von der femininen Form die unterscheidbar. Außerdem klingt die Form eina in der Aussprache der meisten Deutschsprachigen genauso wie das maskuline Pronomen einer, was aber bei der Kommunikation kein wirkliches Problem ist, da das Pronomen einer in ganz anderen Kontexten verwendet wird als der unbestimmte Artikel. Insgesamt schneidet das System bei diesem Kriterium relativ gut ab.

Kriterium 5: Das System ähnelt viel stärker dem Maskulinum als dem Femininum, so dass dieses Kriterium nur sehr schlecht erfüllt ist.

Kriterium 6: Alle grammatikalischen Fälle werde voneinander unterschieden, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt wird.

dier/dern/dern/dier-System

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?dier Eltereinel Elter
Wessen?dern Elterseinern Elters
Wem?dern Eltereinern Elter
Wen?dier Eltereinel Elter

Gesamtnote: 1

Kriterium 1: Alle Formen lassen sich leicht aussprechen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 2: Das System ist sehr leicht erlernbar, da es als Modifikation des Femininums angesehen werden kann: Man muss nur lernen, dass die drei femininen Endungen -ie, -e und -er durch -e, -el und -ern ersetzt werden. Insgesamt ist dieses Kriterium relativ gut erfüllt.

Kriterium 3: Das System lässt sich sehr leicht auf Wörter wie jedel und meinel übertragen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 4: Sowohl in der Schriftform als auch in der Aussprache sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Daher ist dieses Kriterium perfekt erfüllt.

Kriterium 5: Die Tatsache, dass die Artikelwörter einerseits im Nominativ und Akkusativ und andererseits im Genitiv und Dativ gleich lauten, erinnert an das Femininum. Die verwendeten Fomen erinnern sowohl an das Maskulinum als auch an das Femininum, wobei auch hier eine etwas stärkere Ähnlichkeit zum Femininum als zum Maskulinum erkennbar ist: Das r im Genitiv und Dativ erinnert mehr an das Femininum, wohingegen das n mehr an das Maskulinum erinnert. Die Form dier ähnelt in Schrift und Aussprache in gleichem Maße der maskulinen Form der und der femininen Form die. Bei der Form einel hingegen ist aufgrund der Zweisilbigkeit die Ähnlichkeit zur femininen Form eine etwas größer als zur maskulinen Form ein. Insgesamt ist dadurch dieses Kriterium relativ gut bis perfekt erfüllt.

Kriterium 6: Wie im Femininum werden für die vier verschiedenen grammatikalischen Fälle nur zwei verschiedene Formen verwendet. Das System schneidet daher bei diesem Kriterium nur mittelmäßig ab.

dir/dirs/derm/din-System

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?dir Eltereinsir Elter
Wessen?dirs Eltereiners Elter
Wem?derm Eltereinerm Elter
Wen?din Eltereinsin Elter

Gesamtnote: 6

Kriterium 1: Ein geschlossenes i kommt außerhalb von Fremdwörtern normalerweise nicht in unbetonten Silben vor, so dass der geschlossene i-Lautes in der zweiten Silbe von einsir und einsin ein Problem ist. Dadurch ist dieses Kriterium insgesamt nur mittelmäßig erfüllt.

Kriterium 2: Das System ist nur sehr schwer erlernbar, da es keiner klaren Logik folgt und sich nicht in Anlehnung an existierenden Deklinationsmustern erklären lässt. Man muss sich merken, bei welchen Formen des unbestimmten Artikels ein s nach dem Wortstamm ein eingefügt wird und bei welchen nicht. Das System schneidet bei diesem Kriterium sehr schlecht ab.

Kriterium 3: Da das System keiner klaren Logik folgt, ist es nicht ersichtlich, wie das System auf weitere Artikelwörter übertragen werden sollte. Dieses Kriterium ist also gar nicht erfüllt.

Kriterium 4: In der Schriftform sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Bei der Aussprache sind aber insbesondere die Formen einers und einerm nicht so gut von den maskulinen Formen eines und einem unterscheidbar. Außerdem ist die Form dir im normalen Sprachfluss nur schwer von der femininen Form die unterscheidbar. Dieses Kriterium ist also nur mittelmäßig erfüllt.

Kriterium 5: Das System hat in etwa gleich große Ähnlichkeiten zum Maskulinum und zum Femininum, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 6: Alle grammatikalischen Fälle werde voneinander unterschieden, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt wird.

din/dins/dim/din-System

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?din Eltereinin Elter
Wessen?dins Elterseinins Elters
Wem?dim Eltereinim Elter
Wen?din Eltereinin Elter

Gesamtnote: 4

Kriterium 1: Ein geschlossenes i kommt außerhalb von Fremdwörtern normalerweise nicht in unbetonten Silben vor, so dass der geschlossene i-Lautes in der zweiten Silbe des unbestimmten Artikels ein Problem ist. Außerdem ist die Endung -ns im Genitiv nicht so leicht aussprechbar. Insgesamt schneidet das System daher bei diesem Kriterium nur mittelmäßig bis ziemlich schlecht ab.

Kriterium 2: Es ist nicht sehr schwer, dieses System zu erlernen: Im Nominativ und Akkusativ wird dieselbe Form verwendet, im Genitiv und Dativ werden wie im Maskulinum und Neutrum die Endungen -s und -m verwendet. Dabei muss man lernen, dass das -s an das n in der Grundform rangehängt wird, wohingegen das -m dieses n ersetzt, aber das ist aus Sicht der Aussprache eine sehr natürliche Lösung, so dass das nicht so schwer zu lernen ist. Auch die perfekte Analogie zwischen bestimmten und unbestimmten Artikel trägt zur leichten Erlernbarkeit bei. Insgesamt ist dieses Kriterium mittelmäßig erfüllt.

Kriterium 3: Das System lässt sich sehr leicht auf Wörter wie jedin und meinin übertragen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 4: In der Schriftform sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Bei der Aussprache sind aber insbesondere die Formen einim und einin nicht so gut von den maskulinen Formen einem und einen unterscheidbar. Insgesamt ist dieses Kriterium relativ gut erfüllt.

Kriterium 5: Das System ähnelt relativ stark dem Maskulinum und nur kaum dem Femininum, so dass dieses Kriterium nur mittelmäßig erfüllt ist.

Kriterium 6: Wie im Femininum um Neutrum wird der Akkusativ nicht vom Nominativ unterschieden, aber ansonsten werden alle Fälle unterschieden. Dieses Kriterium ist also relativ gut erfüllt.

dier/dier/dier/dier-System 1

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?dier Eltereinier Elter
Wessen?dier Eltereinier Elter
Wem?dier Eltereinier Elter
Wen?dier Eltereinier Elter

Gesamtnote: 3

Kriterium 1: Ein geschlossenes i kommt außerhalb von Fremdwörtern normalerweise nicht in unbetonten Silben vor, so dass der geschlossene i-Lautes in der zweiten Silbe des unbestimmten Artikels ein Problem ist. Dadurch ist dieses Kriterium insgesamt nur mittelmäßig erfüllt.

Kriterium 2: Das System ist sehr leicht erlernbar, da keine Deklination in den verschiedenen Fällen gelernt werden muss. Die Tatsache, dass der bestimmte und der unbestimmte Artikel dieselbe Endung haben, erleichtert das Lernen zusätzlich. Das Kriterium ist also perfekt erfüllt.

Kriterium 3: Das System lässt sich sehr leicht auf Wörter wie jedier und meinier übertragen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 4: In der Schriftform sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Bei der Aussprache ist die Form dier im normalen Sprachfluss nur schwer von der femininen Form die unterscheidbar. Insgesamt ist dieses Kriterium relativ gut erfüllt.

Kriterium 5: Das System hat in etwa gleich große Ähnlichkeiten zum Maskulinum und zum Femininum, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 6: Da keine Unterscheidung zwischen den grammatikalischen Fällen gemacht wird, ist dieses Kriterium gar nicht erfüllt.

dier/dier/dier/dier-System 2

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?dier Eltereinel Elter
Wessen?dier Eltereinel Elter
Wem?dier Eltereinel Elter
Wen?dier Eltereinel Elter

Gesamtnote: 2

Kriterium 1: Alle Formen lassen sich leicht aussprechen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 2: Das System ist sehr leicht erlernbar, da keine Deklination in den verschiedenen Fällen gelernt werden muss. Das Kriterium ist relativ gut bis perfekt erfüllt.

Kriterium 3: Das System lässt sich sehr leicht auf Wörter wie jedel, welchel und meinel übertragen. Falls man die Endung -el nich zu häufig verwenden will, kann man auch jedier und welchier sagen. Dieses Kriterium ist perfekt erfüllt.

Kriterium 4: In der Schriftform sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Bei der Aussprache ist die Form dier im normalen Sprachfluss nur schwer von der femininen Form die unterscheidbar. Insgesamt ist dieses Kriterium relativ gut erfüllt.

Kriterium 5: Das System hat in etwa gleich große Ähnlichkeiten zum Maskulinum und zum Femininum, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 6: Da keine Unterscheidung zwischen den grammatikalischen Fällen gemacht wird, ist dieses Kriterium gar nicht erfüllt.

del/derl/derl/del-System

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?del Eltereinel Elter
Wessen?derl Eltereinerl Elter
Wem?derl Eltereinerl Elter
Wen?del Eltereinel Elter

Gesamtnote: 2

Kriterium 1: Die Formen del und einel lassen sich sehr leicht aussprechen. Für derl und einerl kann man sich an der Aussprache von Kerl orientieren. Da allerdings die Silbe mit derl normalerweise unbetont ist und die zweite Silbe von einerl immer unbetont ist, wohingegen Kerl eigentlich immer betont ist, könnte das für manche Leute trotzdem noch schwierig sein. Ein unbetontes -erl kann aber auch wie -al ausgesprochen werden, was für viele Leute einfacher sein dürfte. Insgesamt schneidet das System bei diesem Kriterium relativ gut ab.

Kriterium 2: Das System ist sehr leicht erlernbar, da es als Modifikation des Femininums angesehen werden kann: Man muss nur lernen, dass die drei femininen Endungen -ie, -e und -er durch -el, -el und -erl ersetzt werden. Die Analogie zwischen der Deklination des bestimmtem und unbestimmtem Artikels erleichtert das Lernen zusätzlich. Dieses Kriterium ist also relativ gut bis perfekt erfüllt.

Kriterium 3: Das System lässt sich sehr leicht auf Wörter wie jedel und meinel übertragen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 4: In der Schriftform sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Auch in der Aussprache funktioniert diese Unterscheidung perfekt. Dieses Kriterium wird also perfekt erfüllt.

Kriterium 5: Obwohl das System eindeutig vom Femininum unterscheidbar ist, orientiert es sich doch eindeutig am Femininum, ohne nennenswerte Ähnlichkeiten zum Maskulinum aufzuweisen. Das System schneidet damit bei diesem Kriterium nur mittelmäßig ab.

Kriterium 6: Wie im Femininum werden für die vier verschiedenen grammatikalischen Fälle nur zwei verschiedene Formen verwendet. Das System schneidet daher bei diesem Kriterium nur mittelmäßig ab.

del/dern/dern/del-System

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?del Eltereinel Elter
Wessen?dern Elterseinern Elters
Wem?dern Eltereinern Elter
Wen?del Eltereinel Elter

Gesamtnote: 1

Kriterium 1: Alle Formen lassen sich leicht aussprechen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 2: Das System ist sehr leicht erlernbar, da es als Modifikation des Femininums angesehen werden kann: Man muss nur lernen, dass die drei femininen Endungen -ie, -e und -er durch -el, -el und -ern ersetzt werden. Die Analogie zwischen der Deklination des bestimmtem und unbestimmtem Artikels erleichtert das Lernen zusätzlich. Insgesamt ist dieses Kriterium relativ gut bis perfekt erfüllt.

Kriterium 3: Das System lässt sich sehr leicht auf Wörter wie jedel und meinel übertragen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 4: Sowohl in der Schriftform als auch in der Aussprache sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Daher ist dieses Kriterium perfekt erfüllt.

Kriterium 5: Die Tatsache, dass die Artikelwörter einerseits im Nominativ und Akkusativ und andererseits im Genitiv und Dativ gleich lauten, erinnert an das Femininum. Die verwendeten Fomen hingegen ähneln den maskulinen und den femininen Formen in gleichem Maß: Das r im Genitiv und Dativ erinnert mehr an das Femininum, wohingegen das n mehr an das Maskulinum erinnert. Die Form del hat in Schrift und Aussprache etwas mehr Ähnlichkeiten mit der maskulinen Form der als mit der femininen Form die. Bei der Form einel hingegen ist aufgrund der Zweisilbigkeit die Ähnlichkeit zur femininen Form eine etwas größer als zur maskulinen Form ein. Insgesamt ist das Kriterium dadurch perfekt erfüllt.

Kriterium 6: Wie im Femininum werden für die vier verschiedenen grammatikalischen Fälle nur zwei verschiedene Formen verwendet. Das System schneidet daher bei diesem Kriterium nur mittelmäßig ab.

de/dern/dern/de-System 1

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?de Eltereinel Elter
Wessen?dern Elterseinern Elters
Wem?dern Eltereinern Elter
Wen?de Eltereinel Elter

Gesamtnote: 1

Kriterium 1: Alle Formen lassen sich leicht aussprechen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 2: Das System ist sehr leicht erlernbar, da es als Modifikation des Femininums angesehen werden kann: Man muss nur lernen, dass die drei femininen Endungen -ie, -e und -er durch -e, -el und -ern ersetzt werden. Insgesamt ist dieses Kriterium relativ gut erfüllt.

Kriterium 3: Das System lässt sich sehr leicht auf Wörter wie jedel und meinel übertragen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 4: Sowohl in der Schriftform als auch in der Aussprache sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Daher ist dieses Kriterium perfekt erfüllt.

Kriterium 5: Die Tatsache, dass die Artikelwörter einerseits im Nominativ und Akkusativ und andererseits im Genitiv und Dativ gleich lauten, erinnert an das Femininum. Die verwendeten Fomen erinnern sowohl an das Maskulinum als auch an das Femininum, wobei auch hier eine etwas stärkere Ähnlichkeit zum Femininum als zum Maskulinum erkennbar ist: Das r im Genitiv und Dativ erinnert mehr an das Femininum, wohingegen das n mehr an das Maskulinum erinnert. Die Form de ähnelt in Schrift und Aussprache in gleichem Maße der maskulinen Form der und der femininen Form die. Bei der Form einel hingegen ist aufgrund der Zweisilbigkeit die Ähnlichkeit zur femininen Form eine etwas größer als zur maskulinen Form ein. Insgesamt ist dadurch dieses Kriterium relativ gut bis perfekt erfüllt.

Kriterium 6: Wie im Femininum werden für die vier verschiedenen grammatikalischen Fälle nur zwei verschiedene Formen verwendet. Das System schneidet daher bei diesem Kriterium nur mittelmäßig ab.

de/dern/dern/de-System 2

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?de Eltereina Elter
Wessen?dern Elterseinern Elters
Wem?dern Eltereinern Elter
Wen?de Eltereina Elter

Gesamtnote: 2

Kriterium 1: Alle Formen lassen sich leicht aussprechen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 2: Das System ist sehr leicht erlernbar, da es als Modifikation des Femininums angesehen werden kann: Man muss nur lernen, dass die drei femininen Endungen -ie, -e und -er durch -e, -a und -ern ersetzt werden. Insgesamt ist dieses Kriterium relativ gut erfüllt.

Kriterium 3: Das System lässt sich sehr leicht auf Wörter wie jeda, diesa und meina übertragen. Die Nominativ-Formen jeda und diesa sind allerdings in der Aussprache der meisten Leute kaum oder gar nicht von den maskulinen Formen jeder und dieser unterscheidbar. Insgesamt ist dieses Kriterium mittelmäßig erfüllt.

Kriterium 4: In der Schriftform sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Auch in der Aussprache funktioniert diese Unterscheidung relativ gut, außer dass die Form eina in der Aussprache der meisten Deutschsprachigen genauso wie das maskuline Pronomen einer, was aber bei der Kommunikation kein wirkliches Problem ist, da das Pronomen einer in ganz anderen Kontexten verwendet wird als der unbestimmte Artikel. Insgesamt wird dieses Kriterium relativ gut erfüllt.

Kriterium 5: Das System kombiniert auf sehr ausgewogene Weise Elemente des Femininums, Maskulinums und Neutrums, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt wird.

Kriterium 6: Wie im Femininum und Neutrum wird der Akkusativ nicht vom Nominativ unterschieden, aber ansonsten werden alle Fälle unterschieden. Dieses Kriterium ist also relativ gut erfüllt.

de/dejs/dejm/dejn-System

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?de Elterein Elter
Wessen?dejs Elterseinejs Elter
Wem?dejm Eltereinejm Elter
Wen?dejn Eltereinejn Elter

Gesamtnote: 6

Anmerkung: Das Wort de soll mit einem sehr kurzen, unbetonten e ausgesprochen werden, so ähnlich wie das englische the vor Konsonanten.

Kriterium 1: Die Lautkombination ej kommt im Deutschen eigentlich nur in Fremdwörtern aus dem Englischen vor. Auf einer unbetonten Silbe wie der zweiten Silbe von einejn dürfte es vielen Deutschsprachigen ziemlich schwer fallen, diese Lautkombination korrekt auszusprechen. Dieses Kriterium ist daher ziemlich schlecht bis sehr schlecht erfüllt.

Kriterium 2: Das System orientiert sich am Maskulinum, wobei in Abgrenzung zum Maskulinum nur gelernt werden muss, dass im Genitiv, Dativ und Akkusativ immer ein j in die Endung eingeschoben wird, und dass de als Nominativ-Form des bestimmten Artikels verwendet wird. Dieses Kriterium wird daher relativ gut bis perfekt erfüllt.

Kriterium 3: Das System lässt sich relativ leicht auf Wörter wie jedej und mein übertragen, wobei allerdings darauf geachtet werden muss, die Artikelwörter, die im Deutschen allgemein wie ein(e) dekliniert werden, von den anderen Artikelwörten zu unterscheiden. Da dies zu einem zusätzlichen Lernaufwand führt, ist dieses Kriterium nur mittelmäßig bis relativ gut erfüllt.

Kriterium 4: Die Nominativ-Form des unbestimmten Artikels wird nicht von derselben Form des Maskulinums unterschieden. In der Schriftform sind alle anderen Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Weil die Lautkombination ej im Deutschen ungewöhnlich ist und bei Fremdwörtern manchmal durch ein langes e ersetzt wird, ist das unbetonte ej in einejs, einejm und einejn im normalen Sprachfluss kaum von einem unbetonten e zu unterscheiden, so dass diese Formen wie die entsprechenden maskulinen Formen klingen. Das System schneidet daher bei diesem Kriterium ziemlich schlecht ab.

Kriterium 5: Das System ähnelt sehr stark dem Maskulinum und praktisch überhaupt nicht dem Femininum, so dass dieses Kriterium gar nicht erfüllt ist.

Kriterium 6: Alle vier grammatikalischen Fälle werden unterschieden, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt wird.

dey/deys/demm/demm-System

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?dey Eltereyn Elter
Wessen?deys Elterseineys Elter
Wem?demm Eltereym Elter
Wen?demm Eltereym Elter

Gesamtnote: 6

Kriterium 1: Die Lautkombination ey kommt im Deutschen eigentlich nur in Fremdwörtern aus dem Englischen vor. Auf einer unbetonten Silbe wie der zweiten Silbe von eineys dürfte es vielen Deutschsprachigen ziemlich schwer fallen, diese Lautkombination korrekt auszusprechen. Dieses Kriterium ist daher ziemlich schlecht bis sehr schlecht erfüllt.

Kriterium 2: Das System orientiert sich nicht wirklich an existierenden Deklinationsmustern und folgt keiner leicht verständlichen Logik. Dieses Kriterium wird daher gar nicht erfüllt.

Kriterium 3: Es ist nicht klar, wie sich dieses System auf Artikelwörter wie jede(r/s), unser(e) oder ihr(e) übertragen ließe. Da das System keiner klaren Logik folgt, ist auch nicht klar, wie die Übertragung auf weitere Formen funktionieren kann. Dieses Kriterium wird daher gar nicht erfüllt.

Kriterium 4: In der Schriftform sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. In der gesprochenen Form kann es bei demm und eineys im normalen Sprachfluss schwierig sein, diese von den maskulinen Formen dem und eines zu unterscheiden. Insgesamt wird dieses Kriterium mittelmäßig bis relativ gut erfüllt.

Kriterium 5: Obwohl das System gut vom Maskulinum unterscheidbar ist, orientiert es sich doch stark am Maskulinum und am Neutrum, ohne nennenswerte Ähnlichkeiten zum Femininum aufzuweisen. Das System schneidet damit bei diesem Kriterium nur mittelmäßig ab.

Kriterium 6: Dativ und Akkusativ werden nicht unterschieden, obwohl diese beiden Fälle in allen drei traditionellen Genera unterschieden werden. Dieses Kriterium wird daher ziemlich schlecht erfüllt.

dey/ders/ders/dey-System

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?dey Eltereiney Elter
Wessen?ders Eltereiners Elter
Wem?ders Eltereiners Elter
Wen?dey Eltereiney Elter

Gesamtnote: 5

Kriterium 1: Die Lautkombination ey kommt im Deutschen eigentlich nur in Fremdwörtern aus dem Englischen vor. Auf einer unbetonten Silbe wie der zweiten Silbe von einey dürfte es vielen Deutschsprachigen ziemlich schwer fallen, diese Lautkombination korrekt auszusprechen. Auch bei dem sehr häufigen bestimmten Artikel müsste diese Lautkombination immer ausgesprochen werden. Dieses Kriterium ist daher ziemlich schlecht bis sehr schlecht erfüllt.

Kriterium 2: Das System ist aus theoretischer Sicht leicht erlernbar, da es als Modifikation des Femininums angesehen werden kann: Man muss nur lernen, dass die drei femininen Endungen -ie, -e und -er durch -ey, -ey und -ers ersetzt werden. Die Analogie zwischen der Deklination des bestimmtem und unbestimmtem Artikels erleichtert das Lernen zusätzlich. In der Sprachpraxis kann es allerdings verwirrend sein, dass die Endung -s, die sonst im Deutschen vor allem zur Markierung des Genitivs dient, auch für den Dativ verwendet wird. Insgesamt ist dieses Kriterium relativ gut erfüllt.

Kriterium 3: Das System lässt sich sehr leicht auf Wörter wie jedey und meiney übertragen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 4: In der Schriftform sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Weil die Lautkombination ey im Deutschen ungewöhnlich ist und bei Fremdwörtern manchmal durch ein langes e ersetzt wird, ist das unbetonte ey in einey im normalen Sprachfluss kaum von einem unbetonten e zu unterscheiden, so dass einey wie die feminine Form eine klingt. Außerdem klingen die genitiven Formen ders und einers ähnlich wie die maskulinen Formen des und eines. Das System schneidet daher bei diesem Kriterium nur mittelmäßig bis ziemlich schlecht ab.

Kriterium 5: Das System orientiert sich zwar am Femininum, unterscheidet sich aber trotzdem eindeutig von diesem und hat mit dem -s im Genitiv auch eine kleine Gemeinsamkeit mit dem Maskulinum. Daher ist dieses Kriterium relativ gut erfüllt.

Kriterium 6: Wie im Femininum werden für die vier verschiedenen grammatikalischen Fälle nur zwei verschiedene Formen verwendet. Das System schneidet daher bei diesem Kriterium nur mittelmäßig ab.

dee/ders/ders/dee-System 1

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?dee Eltereiney Elter
Wessen?ders Eltereiners Elter
Wem?ders Eltereiners Elter
Wen?dee Eltereiney Elter

Gesamtnote: 5

Kriterium 1: Die Lautkombination ey kommt im Deutschen eigentlich nur in Fremdwörtern aus dem Englischen vor. Auf einer unbetonten Silbe wie der zweiten Silbe von einey dürfte es vielen Deutschsprachigen ziemlich schwer fallen, diese Lautkombination korrekt auszusprechen. Das System schneidet daher bei diesem Kriterium ziemlich schlecht ab.

Kriterium 2: Das System ist aus theoretischer Sicht relativ leicht erlernbar, da es als Modifikation des Femininums angesehen werden kann: Man muss nur lernen, dass die drei femininen Endungen -ie, -er und -e durch -ee, -ers und -ey ersetzt werden. In der Sprachpraxis kann es allerdings verwirrend sein, dass die Endung -s, die sonst im Deutschen vor allem zur Markierung des Genitivs dient, auch für den Dativ verwendet wird. Insgesamt ist dieses Kriterium mittelmäßig bis relativ gut erfüllt.

Kriterium 3: Das System lässt sich sehr leicht auf Wörter wie jedey und meiney übertragen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 4: In der Schriftform sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Weil die Lautkombination ey im Deutschen ungewöhnlich ist und bei Fremdwörtern manchmal durch ein langes e ersetzt wird, ist das unbetonte ey in einey im normalen Sprachfluss kaum von einem unbetonten e zu unterscheiden, so dass einey wie die feminine Form eine klingt. Außerdem klingen die genitiven Formen ders und einers ähnlich wie die maskulinen Formen des und eines. Das System schneidet daher bei diesem Kriterium nur mittelmäßig bis ziemlich schlecht ab.

Kriterium 5: Das System orientiert sich zwar am Femininum, unterscheidet sich aber trotzdem eindeutig von diesem und hat mit dem -s im Genitiv auch eine kleine Gemeinsamkeit mit dem Maskulinum. Daher ist dieses Kriterium relativ gut erfüllt.

Kriterium 6: Wie im Femininum werden für die vier verschiedenen grammatikalischen Fälle nur zwei verschiedene Formen verwendet. Das System schneidet daher bei diesem Kriterium nur mittelmäßig ab.

dee/ders/ders/dee-System 2

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?dee Eltereinel Elter
Wessen?ders Eltereiners Elter
Wem?ders Eltereiners Elter
Wen?dee Eltereinel Elter

Gesamtnote: 2

Kriterium 1: Alle Formen lassen sich leicht aussprechen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 2: Das System ist aus theoretischer Sicht relativ leicht erlernbar, da es als Modifikation des Femininums angesehen werden kann: Man muss nur lernen, dass die drei femininen Endungen -ie, -er und -e durch -ee, -ers und -el ersetzt werden. In der Sprachpraxis kann es allerdings verwirrend sein, dass die Endung -s, die sonst im Deutschen vor allem zur Markierung des Genitivs dient, auch für den Dativ verwendet wird. Insgesamt ist dieses Kriterium mittelmäßig bis relativ gut erfüllt.

Kriterium 3: Das System lässt sich sehr leicht auf Wörter wie jedel und meinel übertragen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 4: In der Schriftform sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Auch in der Aussprache funktioniert diese Unterscheidung fast perfekt, außer dass die genitiven Formen ders und einers ähnlich wie die maskulinen Formen des und eines klingen. Da der Genitiv aber in der gesprochenen Sprache sehr selten ist, ist das kein ernsthaftes Problem. Dieses Kriterium wird also relativ gut bis perfekt erfüllt.

Kriterium 5: Das System orientiert sich zwar am Femininum, unterscheidet sich aber trotzdem eindeutig von diesem und hat mit dem -s im Genitiv auch eine kleine Gemeinsamkeit mit dem Maskulinum. Daher ist dieses Kriterium relativ gut erfüllt.

Kriterium 6: Wie im Femininum werden für die vier verschiedenen grammatikalischen Fälle nur zwei verschiedene Formen verwendet. Das System schneidet daher bei diesem Kriterium nur mittelmäßig ab.

dai/dais/dam/dai-System

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?dai Eltereint Elter
Wessen?dais Eltereinter Elter
Wem?dam Eltereintem Elter
Wen?dai Eltereint Elter

Gesamtnote: 5

Kriterium 1: Alle Formen lassen sich leicht aussprechen, so dass dieses Kriterium perfekt erfüllt ist.

Kriterium 2: Das System kombiniert Elemente aus verschiedenen existierenden Deklinationsmustern mit neuartigen Elementen. Diese Kombination folgt keinem leicht erlernbaren Schema und ist daher nicht leicht erlernbar. Zum Beispiel wird für das Genitiv beim bestimmten und beim unbestimmten Artikel ein ganz andere Endung verwendet. Dadurch schneidet das System bei diesem Kriterium sehr schlecht ab.

Kriterium 3: Das System lässt sich relativ leicht auf Wörter wie jedai und meint übertragen, wobei allerdings darauf geachtet werden muss, die Artikelwörter, die im Deutschen allgemein wie ein(e) dekliniert werden, von den anderen Artikelwörten zu unterscheiden. Da dies zu einem zusätzlichen Lernaufwand führt, ist dieses Kriterium nur mittelmäßig bis relativ gut erfüllt.

Kriterium 4: In der Schriftform sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Auch in der Aussprache funktioniert diese Unterscheidung perfekt. Dieses Kriterium wird also perfekt erfüllt.

Kriterium 5: Das System orientiert sich am meisten am Neutrum, mit einigen Elementen vom Maskulinum und Femininum. Dadurch wird dieses Kriterium perfekt erfüllt.

Kriterium 6: Wie im Femininum um Neutrum wird der Akkusativ nicht vom Nominativ unterschieden, aber ansonsten werden alle Fälle unterschieden. Dieses Kriterium ist also relativ gut erfüllt.

das/des/dem/das-System (klassisches Neutrum)

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?das Elterein Elter
Wessen?des Elterseines Elter
Wem?dem Eltereinem Elter
Wen?das Elterein Elter

Gesamtnote: 5

Kriterium 1: Alle diese Formen sind schon Teil der deutschen Sprache und daher für Deutschsprachige leicht aussprechbar. Dieses Kriterium wird daher perfekt erfüllt.

Kriterium 2: Alle Deutschsprachigen beherrschen schon von ihrem intuitiven Sprachgefühl her die Deklination des Neutrums, so dass hier keine neue Deklination gelernt werden muss. Insbesondere bei substantivierten Adjektiven (z.B. mein Vorgesetztes) bedarf es aber etwas Gewöhnung, diese Formen spontan auch für Personen zu verwenden. Insbesondere Bedarf es auch Gewöhnung, bei dem Hören solcher Ausdrücke an eine Person und nicht an eine Sache zu denken. Insgesamt ist dieses Kriterium der leichten Erlernbarkeit relativ gut bis perfekt erfüllt.

Kriterium 3: Da die Neutrum-Deklination schon für alle Artikelwörter existiert, wird dieses Kriterium perfekt erfüllt.

Kriterium 4: Auch wenn dieser Vorschlag, dem Neutrum eine neue Funktion in der deutschen Sprache zu geben, anfangen sollte, sich zu verbreiten, werden die meisten Leute trotzdem bei der Verwendung des Neutrums erst einmal an die klassischen sprachlichen Funktionen des Neutrums denken, und dadurch eher an eine Sache oder abstrakte Idee als an eine Person denken. Das ist insbesondere bei substantivierten Adjektiven ein großes Problem: Während maskuline und feminine Formen wie der Bekannte, die Bekannte, der Fremde, die Fremde, der Deutsche, die Deutsche, der Heilige und die Heilige eindeutig Personen bezeichnen, bezeichnen Neutrum-Formen wie das Bekannte, das Fremde, das Deutsche und das Heilige abstrakte Ideen. Wenn man das Neutrum jetzt auch für die geschlechtsneutrale Benennung von Personen verwenden möchte, muss man sich erst einmal daran gewöhnen, solche Substantivierungen von Adjektiven auch für Personen zu verwenden. Aber selbst dann bleibt noch das Problem, dass die Person, mit der man kommuniziert, es vielleicht nicht gleich nachvollziehen kann, dass eine Person und nicht eine abstrakte Idee gemeint war. Abgesehen von diesen direkten Kommunikationsproblemen gibt es auch noch das Problem, dass sich einige nicht-binäre Menschen versächlicht fühlen, wenn über sie im Neutrum gesprochen wird, das außer bei einigen wenigen Substantiven wie das Kind und das Opfer eigentlich nicht für Personen verwendet wird. Die Tatsache, dass dieser Vorschlag die geschlechtsneutrale Benennung von Personen nicht klar von den traditionellen Verwendungen des Neutrums unterscheidet, ist aus Sicht dieses Kriteriums schon ein großes Problem. Hinzu kommt noch, dass die Neutrum-Formen im Genitiv und Dativ nicht vom Maskulinum unterscheidbar sind. Beim unbestimmten Artikel ist die Neutrum-Form zudem auch im Nominativ nicht von der maskulinen Form unterscheidbar, und im Akkusativ ist der Unterschied zwischen ein und einen im normalen Sprachfluss häufig kaum rauszuhören. Aufgrund all dieser Probleme ist dieses Kriterium sehr schlecht erfüllt.

Kriterium 5: Das Neutrum weist eindeutig mehr Ähnlichkeiten zum Maskulinum als zum Femininum auf. Daher ist dieses Kriterium ziemlich schlecht bis sehr schlecht erfüllt.

Kriterium 6: Nominativ und Akkusativ werden wie auch im Femininum nicht unterschieden, die anderen Fälle hingegen schon. Dieses Kriterium ist also relativ gut erfüllt.

die*der/der*des/der*dem/die*den-System

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?die*der Elterein*e Elter
Wessen?der*des Elterseiner*s Elter
Wem?der*dem Eltereiner*m Elter
Wen?die*den Eltereine*n Elter

Gesamtnote: 6

Anmerkung: 1 Die Formen ein*e und eine*n sollen wie „ein – e“ und „ein – en“ ausgesprochen werden, also mit einem Glottisschlag (einer kurzen Sprechpause) vor dem e.

Anmerkung 2: Dieses System kann auch mit einem Unterstrich oder Doppelpunkt geschrieben werden. Die Aussprache ist dabei dieselbe.

Kriterium 1: Obwohl der Glottisschlag in der deutschen Sprache durchaus häufig auftritt (z.B. vor dem ä in Veränderung), gibt es im Deutschen eigentlich keinen Glottisschlag vor einer grammatikalischen Endung, so dass es vielen Deutschsprachigen schwierig fällt, die Formen dieses Systems korrekt auszusprechen. Dieses Kriterium ist daher ziemlich schlecht bis sehr schlecht erfüllt.

Kriterium 2: Einerseits ist die schriftliche Verwendung dieses Systems relativ leicht erlernbar, da es sich um eine Kombination von schon bekannten maskulinen und femininen Formen handelt. Andererseits ist die korrekte Anwendung im spontanen mündlichen Sprachgebrauch sehr schwer erlernbar, unter anderem weil erlernt werden muss, in welchen Fällen das Gendersternchen unausgesprochen bleibt, wann es wie ein Glottisschlag ausgesprochen wird, und wann wie bei eine*n ein Glottisschlag an einer anderen Stelle gesprochen werden soll, als wo das Gendersternchen steht. Eine zusätzliche Schwierigkeit ergibt sich dadurch, dass die Kombination der maskulinen und femininen Formen beim bestimmten Artikel anders als beim unbestimmten Artikel realisiert wird. Außerdem ist es für die Verwendung im spontanen Sprachgebrauch abträglich, dass die zweisilbigen Formen des bestimmten Artikels, die wie zwei aneinandergereihte Artikel klingen, im gesprochenen Sprachgebrauch sehr unnatürlich wirken und leicht missverstanden werden können (z.B. als Relativpronomen gefolgt von einem Artikel, wie in „Die Frau, die den Lehrer grüßte“). Dadurch ist dieses Kriterium ziemlich schlecht bis sehr schlecht erfüllt.

Kriterium 3: Schriftsprachlich lässt sich das System relativ einfach auf weitere Formen wie jede*r und mein*e übertragen. Andererseits muss dabei noch für weitere Formen erlernt werden, wo genau ein Glottisschlag auszusprechen ist. Insgesamt ist dieses Kriterium mittelmäßig bis relativ gut erfüllt.

Kriterium 4: In der Schriftform sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Weil Glottisschlag vor einer grammatikalischen Endung im Deutschen ungewöhnlich ist und daher im Sprachfluss häufig ausgelassen werden würde, kann es zu Verwechslungen zwischen der Form ein*e und der femininen Form eine kommen. Dasselbe gilt bezüglich Verwechslungen zwischen der Form eine*n und der maskulinen Form einen. Außerdem kann es vorkommen, dass die Formen einer*s und einer*m im normalen Sprachfluss nur schwer von den maskulinen Formen eines und einem unterscheidbar sind. Das System schneidet daher bei diesem Kriterium nur mittelmäßig bis ziemlich schlecht ab.

Kriterium 5: Das System orientiert sich in etwa gleichen Teilen am Maskulinum und Femininum. Dadurch wird dieses Kriterium perfekt erfüllt.

Kriterium 6: Alle vier grammatikalischen Fälle werden voneinander unterschieden. Dieses Kriterium ist daher perfekt erfüllt.

der*die/des*der/dem*der/den*die-System

Fragepronomenbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Wer?der*die Elterein*e Elter
Wessen?des*der Eltersein*er Elter
Wem?dem*der Elterein*er Elter
Wen?den*die Elterein*en Elter

Gesamtnote: 6

Anmerkung: 1 Das Gendersternchen im unbestimmten Artikel soll als Glottisschlag (also als kurze Sprechpause) ausgesprochen werden.

Anmerkung 2: Dieses System kann auch mit einem Unterstrich oder Doppelpunkt geschrieben werden. Die Aussprache ist dabei dieselbe.

Kriterium 1: Obwohl der Glottisschlag in der deutschen Sprache durchaus häufig auftritt (z.B. vor dem ä in Veränderung), gibt es im Deutschen eigentlich keinen Glottisschlag vor einer grammatikalischen Endung, so dass es vielen Deutschsprachigen schwierig fällt, die Formen dieses Systems korrekt auszusprechen. Dieses Kriterium ist daher ziemlich schlecht bis sehr schlecht erfüllt.

Kriterium 2: Einerseits ist die schriftliche Verwendung dieses Systems relativ leicht erlernbar, da man nur lernen muss, beim bestimmten Artikel die maskuline und die feminine Form aneinanderzureihen und durch ein Gendersternchen zu trennen, und beim unbestimmten Artikel ein Gendersternchen zwischen des Wortstamm eine und der femininen Endung zu setzten. Die korrekte Anwendung im spontanen mündlichen Sprachgebrauch etwas schwieriger, weil die zweisilbigen Formen des bestimmten Artikels, die wie zwei aneinandergereihte Artikel klingen, im gesprochenen Sprachgebrauch sehr unnatürlich wirken und leicht missverstanden werden können (z.B. als Relativpronomen gefolgt von einem Artikel, wie in „Die Frau, die den Lehrer grüßte“). Dadurch ist dieses Kriterium nur mittelmäßig bis ziemlich schlecht erfüllt.

Kriterium 3: Das System lässt sich sehr einfach auf weitere Formen wie jed*e und mein*e übertragen. Daher ist dieses Kriterium perfekt erfüllt.

Kriterium 4: In der Schriftform sind alle Formen klar von den Formen im Maskulinum, Femininum und Neutrum unterscheidbar. Weil Glottisschlag vor einer grammatikalischen Endung im Deutschen ungewöhnlich ist und daher im Sprachfluss häufig ausgelassen werden würde, kann es zu Verwechslungen zwischen den vorgeschlagenen Formen des unbestimmten Artikels und den entsprechenden femininen Formen kommen. Das System schneidet daher bei diesem Kriterium nur mittelmäßig bis ziemlich schlecht ab.

Kriterium 5: Das System orientiert sich stärker am Femininum als am Maskulinum. Dadurch wird dieses Kriterium nur mittelmäßig erfüllt.

Kriterium 6: Beim bestimmten Artikel werden alle vier grammatikalischen Fälle voneinander unterschieden. Beim unbestimmten Artikel wird wie im Femininum keine Unterscheidung zwischen Nominativ und Akkusativ und keine Unterscheidung zwischen Genitiv und Dativ getroffen. Das System schneidet bei diesem Kriterium mittelmäßig bis relativ gut ab.